Und Elsa nimmt weiter ab….

…und das nicht nur wegen der Rostlöcher, sondern auch, weil Teile abgebaut wurden :-D.

Am Sonntag, den 01.09.2013, war der zweite Schraubertag an Elsa.

Bereits am Morgen kam ich zum Entschluss: Es muss geschraubt werden!Bevor wir aber anfingen, musste Elsa hinten aufgebockt werden. Also mit Wagenhebern und so. Was habt ihr denn gedacht? Nenene….

Vorher habe ich aber noch die Zentralmuttern hinten gelöst, wobei sich die hinten rechts ziemlich gewehrt hat. Da habe ich mit dann einfach auf den Schlüssel gestellt – es passierte nichts. Meine 57 Kilo waren wohl nicht genug. Als ich mit Papa darüber redete, wie man es sonst anstellen könnte, gab die Mutter plötzlich nach, und ich bin gegen die Jalousie des Carports gelaufen. Jetzt ist inzwischen die Beule wieder verheilt ;-).

Nachdem Elsa dann aufgebockt war, und die Räder abwaren, kamen die Kotflügel dran. Wat für zähe Dinger! Die Schrauben gingen zwar schwer, aber keine ist abgerissen.
Links unter dem Kotflügel sah es dann so aus:
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Okay… es gibt noch ein wenig zu schweißen – hätte ich mir angesichts der Kotflügel aber schlimmer vorgestellt ;-). Ist ja auch nicht mehr ganz frisch, die Dame.

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Auf der rechten Seite blieb der Kotflügel allerdings störrisch. Das blöde Tankrohr fing nicht ab…eigentlich bräuchte ich noch zwei Hände mehr…und ich hatte schon eine Vorahnung, dass da vielleicht am Nachmittag noch welche kommen sollten… ;-).

Und tatsächlich – kurz vor ein Uhr klingelte das Telefon. JM, der mir bei der Abholung auch so nett geholfen hat, fragte, ob ich Hilfe gebrauchen könnte – na klar! Immer doch ;-).

Also – das Tankrohr muss raus. Mensch, was haben wir uns die Köpfe zerbrochen. Wie soll das denn gehen? Die Schellen, die das Tankrohr und den Überlauf festhalten, ließen sich gut lösen. Das Tankrohr ging nicht trotzdem nicht ab…
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Also doch der Tank raus? Nein…geht auch nicht. Hängt auch fest. Wie zum Teufel haben die Schweden das festbekommen?
Egal – jetzt hilft nur noch Gewalt. Wenn hier einer dabei ist, der schwache Nerven hat, dann lieber nicht weiter lesen. Es geht um Leben und Tod…
Okay – ich habe gewarnt!
Da das Tankrohr mit der Zeit steinhart geworden war, kamen wir auf die Idee, dass einer den (bereits losgeschraubten) Tank festhält, und zwei am Kotflügel reißen. JM und ich rissen dabei mit viel Gewalt am Kotflügel. Nichts passierte. Und nochmal! Wieder nichts…. Und nochmal! *Plöööööng* macht es und wir hatten den Kotflügel in der Hand. Was ist dieses „Plöööööng“ gewesen? Zwei Schrauben, die wir schlicht und einfach übersehen hatten, sind leider abgerissen und in den ewigen Schraubenhimmel aufgestiegen. JM und ich fanden es nach einer kurzen Schweigeminute nicht weiter schlimm.

Was kommt als nächstes? Der Tank muss weg. Dazu haben wir erstmal die Heckstoßstange und den Endpott abgeschraubt, um mehr Platz zu bekommen. Also – an den Tank! Der ist auch störrisch gewesen. Und noch recht voll…
Die Spritleitung zum Motor hatten wir schon abgeschraubt und schon einige Liter altes Benzin (iiiiiehgitt!) in einen Kanister gefüllt. War, wie einige Teile von Elsa bis jetzt, recht stur. Wie rausbekommen? Ich stieg also auf den stabilen Teil des Kofferraums, um den Tank anheben zu können und JM drückte von unten dageben, vielleicht hilft das ja. Mein Vater wollte das Benzin, dass da noch drin ist, mit dem Kanister auffangen….der war aber viel zu groß 😉

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Dann kroch JM unter Elsa hervor (was denkt ihr schon wieder??) und half mir, den Tank anzuheben. Dabei plätscherten wieder einige Liter Benzin raus….das stinkende Zeug…. Als der Tank dann endlich draußen war, konnte der Rest vom Benzin in den Kanister gekippt werden – zwanzig Liter reines, altes, stinkendes Benzin…ich mag Benzin nicht riechen. Obwohl ich soviel davon im Blut habe ;-).
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Hier ein Bild zum Angeben – hat geklappt :-D.

Als nächstes kam der Innenraum dran. Um sich nicht immer zu stoßen, musste die Tür ausgebaut werden. Nachdem die Schrauben mit ein paar gewaltsamen Hammerschlägen (Gewalt ist doch eine Lösung :-P) gelöst waren, war nur noch das Türfangband im Weg….und das war genietet. Was für’n Schei…ähm…Mist. Also – her mit dem Akkuschrauber und los! *Äääääääääääääääääääääääääääääärrrng* machte es, aber die Niete blieb ganz. Scheiß Ding…. Verschiedenste Bohrer genommen – kein Erfolg…. Also eine kleine Metallsäge genommen und drauf losgesägt. Was ist das anstrengend… Elsa wollte ihre Tür wohl unbedingt behalten.. Dann eeeendlich, nach einer gefühlten Ewigkeit war die Niete durch. Hätten sie die Scharniere dann nicht verkantet (dafür hatte JM wieder eine sehr gute Lösung) und wäre die Tür nicht so schwer gewesen, wäre es schnell von statten gegangen ;-).

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Hier das Ergebnis. Da ist auch schon der Fahrersitz draußen. Braucht man doch eh nicht – ich fahre immer im Stehen Auto ;-).
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Nachdem der Innenraum soweit zerlegt war, fing ich an zu überlegen. Eigentlich wollte ich Elsa ja nicht die Patina rauben – und den Originallack erhalten. Lässt sich leider nicht machen, bei den Rostlöchern. Elsa wird neulackiert werden müssen, ansonsten hat man die Arbeit viel zu schnell noch einmal von vorne…comp_comp_FILE0620
In den Innenhimmel konnte man prima meinen Namen saugen – da kommt eine Menge Staub raus ;-).
Hier noch ein Überblick über ein paar Schweißarbeiten, die anstanden:
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Unter anderem würde ich den Kofferraum keine Bierkiste mehr stellen – würde ich eh nicht, ich trinke keinen Alkohol :-D.

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Dann wurde es auch Zeit, aufzuhören. Bald geht’s weiter – mit dem Schraubertag Nummer 2 – oder mit einer Geschichte um den Alltagselchen – kommt drauf an 😉

Über Watt'n Schrauber

Autoverrückt, restauriert einen Buckelvolvo mit wenig Budget, mag Fotografieren, Tanzen und ist manchmal wohl ein wenig durcheinander. Und mag Norddeutschland.
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