Ieku, ieku, ieku! An manchen Tagen…hat man Pech.

Kennt ihr das? An manchen Tagen scheint ihr das Glück auf eurer Seite zu haben. Auf der Arbeit (oder in meinem Fall: In der Schule) klappt alles so, wie es sein soll. Wenn ihr dann nach Hause kommt, erwartet eure bessere Hälfte euch mit einem wunderhübschem Lächeln im Gesicht und ihr freut euch einfach, wie euer Leben gerade ist. Ihr genießt den Moment.

Okay. Bei mir war der Tag heute umgekehrt. Immer noch unrasiert und mit viel zu langen Haaren stand ich heute morgen auf – und bin gleich über meine Wasserflasche, die ich immer am Bett stehen habe, ausgerollt und habe mich unsanft hingesetzt. So ein… – naja. Egal. Ich war noch müde (wie immer) und habe den Schmerz nicht so stark empfunden. Mein Kopf konzentrierte sich noch darauf, meinen Körper zu animieren wach zu werden. Das Ganze kann man so ungefähr vergleichen, als würde eine tote Fliege zur nächsten sagen: „Lass uns mal nach Australien fliegen!“ – genau. Eher weniger produktiv.

Als ich heute morgen ins Auto stieg, hörte ich ein mir seit gestern bekannten *IEKU!* von vorne aus dem Radbereich. Gestern nach dem Tanzen probierte ich im Dunkeln mit der Hilfe von ein paar Freunden schon zu schauen, ob eine Feder gebrochen war. Erkennen konnte ich nichts. Aber hören konnte ich die Kommentare, warum mein Auto wohl so quietschen würde, wie ein Federbett, welches häufiger mal in Aktion sei…

Auf dem Weg zur Schule mit andauerndem *IEKU!* beim Einfedern des Rades fuhr ich zur Schule. In der Schule klappte heute auch nicht alles so, wie es sollte. Nichts schlimmes und andere würden sich darüber nicht aufregen – aber ich bin ehrgeizig. Und mich wurmt, wenn etwas nicht klappt. Zusätzlich bekam mein Rücken in der Schule durch in einen dummen Zufall noch einen Ruck ab. Schicksal? Vielleicht.

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Rasier dich mal, Lars…

Mit dem Gedanken, dass ich ganz viel Geld loswerden werde (welch Wortspiel 😉 ) bin ich dann dann mit quietschendem Reifen nach Hause gefahren. *IEKU!* Mensch, geht mir das auf den Geist. Was machst du mit mir, mein Elch? Ich lobe dich immer, wie zuverlässig du doch bist und dann fängst du an zu quietschen. Ansonsten sind wir hier immer schön ruhi… – *IEKU!* – …ähm…schön ruhig durch die Gegend gegondelt, mit toller Musik im Radio und haben die Landschaft genossen. *IEKU! IEKU!* – kennt ihr diese Bodenwellen, die dazu dienen, dass die Leute nicht zu schnell fahren? *IEKU!* Davon gibt es hier  viele. Aber das war nun die letzte. *IEKU!* Oder auch nicht.

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Da werden Sie geholfen.

Was macht also der mehr oder weniger könnende Elchschrauber, der sich Sorgen um die Gesundheit anderer, seine eigene Gesundheit und die *IEKU!*  Gesundheit seines  Alltagselchen macht? Genau. Er fährt zu der Volvo-Werkstatt seines Vertrauens. Dort habe ich vorher angerufen und an die Einladung „Kommen Sie doch mal vorbei!“ habe ich mich gerne gehalten.

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Auf der Mauer, auf der Bühne sitzt ’n kleiner Alltagselch. Oder so…

Nachdem sie ein wenig suchten, fanden sie auch gleich die Ursache: Eine Buchse des Querlenkers war trockengelaufen. Irgendwann müssen die beiden Querlenker neu. Erstmal tat es ein bisschen Fett. Und ich muss sagen, der Service in der Werkstatt – da können sich einige andere Werkstätten viel abschauen. Bedankt – eingestiegen und *ROMS!* – Kopf gestoßen. Ah – Rücken. Wie heißt es noch so schön? Alle guten Dinge sind drei. Hoffentlich nicht vier.

*KeinIekumehr* Schön ruhig fährst du, mein Alltagselch. Nur die Radiosender haben heute mal wieder „Bad-Taste-Day“. Was hören sich manche Menschen nur an? Ist das noch Musik? Naja, egal.

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Den kenne ich doch?!

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Doch nicht alles schlecht?

Zu Hause wartet keine Partnerin mit hübschen Lächeln auf mich, die mich empfängt. Heute empfängt mich niemand, auch nicht meine Eltern, die heute irgendwo in Dithmarschen eingeladen sind. Was kann ich also essen? Döner hört sich doch nicht schlecht an.  Mit Pommes. Ach nee, was steht denn da?

Der Passat kommt mir doch irgendwie bekannt vor. Und die Personen, die dort ankommen auch! „Wir müssen noch schnell ein kleines Präsent kaufen.“ – Alles klar. Und ich habe Hunger. Also dann.
Am schönsten ist es, wenn die Person vor einem die Tüte mitnimmt, die für einen selbst bestimmt ist. Und man es nicht mitbekommt, weil man bezahlt und durch seine Rückenschmerzen auch abgelenkt ist. Und toll ist der Moment, wenn man zu Hause sich fragt, wo die Pommes sind…

Aber dann sehe ich diese wundervolle Landschaft Dithmarschen, sitze im warmen Auto, freue mich über den Himmel und fahre ruhig *OhneIeku!* nach Hause.

Vielleicht sollte man sich öfter Mal überlegen, ob doch alles immer daneben geht – und man nicht auch das Gute sehen sollte.
Vielleicht denkt ihr gerade darüber nach. Ich wünsche dem Besitzer der von mir bezahlten Pommes auf jeden Fall guten Appetit :D.

Ich werde nun schauen, wie ich meinen Rücken wieder gerade bekomme. Zumindest meldet er sich noch.

Über Watt'n Schrauber

Autoverrückt, restauriert einen Buckelvolvo mit wenig Budget, mag Fotografieren, Tanzen und ist manchmal wohl ein wenig durcheinander. Und mag Norddeutschland.
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