Kopenhagen, Teil 1 – Chaoten treffen auf Chaos

Kopenhagen, wir kommen! Beziehungsweise sind wir gerade da.

comp_comp_SAM_3315Aber mal ehrlich. Was haben wir Landeier uns eigentlich dabei durch eine Hauptstadt zu fahren?

 Ups! Das war wohl gestern ein Fehler. Irgendwie ist der Artikel hier gestern nicht hinterher gekommen. Egal, nun ist er ja da.

comp_10595918_833042913395697_996358536_nSeit Wochen war die Vorfreude da. Dänemark. Kopenhagen. Dass Dänemark ein wunderschönes Land ist, wusste ich schon von einigen Besuchen. Kopenhagen? Sollte laut Erzählungen auch schön sein und „Google“ (das elektronische Gehirn) sagte auch nichts anderes. Mein bester Kumpel H. und ich wollten auf große Fahrt gehen. Von unserer Heimat Dithmarschen in die Hauptstadt von Dänemark. Ich war noch nie in der Hauptstadt von überhaupt irgendeinem Land. Achnee, in London war ich doch schon mal! Vorher wurde mir schon berichtet, dass der Verkehr in Kopenhagen für Landeier wie mich vielleicht nich so ganz einfach sein wird und es überhaupt keine Parkplätze gäbe…

10592373_833042660062389_1674125368_nDie Fahrt nach Kopenhagen verlief herrlich unproblematisch. Nicht einmal habe ich mich verfahren und bis auf einen Regenguss kurz hinter der Grenze, wo man nur noch gefühlt drei Meter weit gucken konnte (und Leute immer noch schnell an einem Vorbeijagen) ist nichts passiert. Mein V40 setzte sich daran, die Kilometer aufzufressen und hat bisher den niedrigsten Verbrauch gehabt, den ich bisher gemessen habe.

comp_comp_SAM_3283Nach ungefähr 300 Kilometern machten wir unsere erste und einzige Pause. Und ich muss sagen – die öffentlichen Toiletten sind gar nicht mal so sauber. Und riechen auch nicht unbedingt nach Eau de Toilette. Aber gut, was muss, das muss und mit zugehaltener Nase ging es dann auch. Nur die Hände konnte man sich nicht trocken pusten lassen, weil irgendwie war der Puster kaputt. Übrigens, gerade als wir in das Auto einstiegen und abfahren wollten, fing es wieder an zu regnen. Sowas nennt man anscheinend Timing.

comp_comp_SAM_3281comp_10592535_833042770062378_738376613_nDer Rest der Fahrt war mal wieder total entspannend. Mit 110 km/h konnte man gut durch die Gegend fahren. Übrigens sind wir auch über die große Beltbrücke gefahren. Was mich da ein wenig verwirrt hat, war das Bezahlen der Maut am Ende der Brücke. Aber gut – ich habe es gemacht (35€…) und dann wieder gemütlich weiter gefahren.

Und dann dauerte es nicht mehr lange, und wir konnten unser Hotel, das „Bella Sky Comwell Hotel“ sehen. comp_comp_SAM_3304Nachdem ich erst falsch und dann richtig geparkt habe, konnten wir das erste Mal unser comp_comp_SAM_3297Hotel anschauen. Eine sehr interessante Architektur hat das ganze Gebäude ja. Ziemlich modern und – laut Broschüre – ökologisch. Meinetwegen, ich bin froh, wenn ich einen Platz zum Schlafen habe. Und den habe ich. Wir sind übrigens im 14. Stock. Höher, als die Windmühle, die vor unserem Zimmer ihre Runden dreht.

Und der Ausblick? Ja, der ist vorhanden.

comp_comp_SAM_3307Dann wollten wir in die Stadt, ein kleines Lokal oder sowas suchen. Und ja, ich hätte darauf hören sollen, dass in der Stadt viel los ist. Und es keine Parkplätze gibt. Und seeehr viele Radfahrer. Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht logisch genug denken kann – aber ich verstehe teilweise die Straßenführungen nicht. Oder ich bin zu sehr an den Schilderwald in Deutschland gewohnt, der vor jeder Kreuzug sagt, wie die verläuft und wo es hingeht. Ein Glück habe ich den „Touristentrottel“-Bonus. Und ich verspreche mich von nun an nicht mehr über Touristen in Dithmarschen aufzuregen.

comp_comp_SAM_3313Nachdem wir uns auf einer Shell-Tankstelle etwas für die Kiemen kauften (wir hätten für den Preis auch hier im Hotel essen können) und feststellten, dass es gar nicht mal so toll schmeckt, wollten wir wieder zurück zum Hotel. Mein Navi Norbert – diesmal nur mit Zahlen verwirrt – wusste ein Glück wo wir sind und ich startete die Irrfahrt zwischen ferrarischnellen Fahrradfahrern und (nicht!) hupenden Einheimischen. Die scheinen anscheinend Geduld zu haben. Glück für mich.

Nachdem wir uns im Aqua-Spa-Bereich des Hotels noch ausgiebig entspannten, bekamen wir abends wieder Hunger. Nur ist da ein Problem, mein Kumpel H. ist Vegetarier.. Und das einzige Restaurant im Hotel, dass vegetariesche Speißen machte, war schon fast zu. Also rein in das Auto und wieder ab in die Stadt. So viel wird da ja wohl nicht los sein.

comp_comp_SAM_3324Wir sind bestimmt in einer halben Stunde an acht Restaurant vorbeigefahren waren und es keinen Parkplatz gab, fragten wir Norbert nach einem Fast-Food-Restaurant in der Nähe und kamen irgendwie wohl im „Low-End“ von Kopenhagen um.

Nachdem wir dann bei einer äußerst attraktiven Mc-Doof-Frau bestellten und schnell aßen – ja, dann schmeckt selbst das, wenn man Hunger hat – ging es wieder zurück zum Hotel. Irgendwie waren die komisch schreienden Menschen und die alten, um mein Auto herumdriftenden Toyotas uns ein wenig unheimlich. Also fuhren wir von Norbert geleitet wieder zum Hotel und parkten dort meinen Alltagselchen.comp_comp_SAM_3328Ups – das Bild ist ein wenig unscharf. Egal. Mal schauen, was uns der Dienstag bringt.

Über Watt'n Schrauber

Autoverrückt, restauriert einen Buckelvolvo mit wenig Budget, mag Fotografieren, Tanzen und ist manchmal wohl ein wenig durcheinander. Und mag Norddeutschland.
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