Pech und Panne gehabt

Es gibt so Momente, die wünscht man sich eigentlich gar nicht. So auch dieser.

comp_comp_SAM_9228Mein ansonsten so zuverlässiger Alltagselch war heute krank. Das war ein Mist.

comp_comp_SAM_5643aMein Alltagselch. Mein komfortabler Wegbegleiter im Alltag, der mich mit guter Musik aus den Lautsprechern und sehr rückenschonenden Ledersitzen und einer gut riechenden Klimaanlage seit über 3 Jahren und über 50 000 Kilometer begleitet. Fast jeden Tag. Wir waren in Kopenhagen oder auch einfach mal nur mal an der Grenze zu den Niederlanden. Wir sind eine zeitlang täglich durch Dithmarschen gekurvt, dann täglich 250 nach Hamburg und zurück und nun ungefähr 60 Kilometer am Tag. Manchmal hat er nach ein wenig Aufmerksamkeit gerufen, da brach dann mal der Türgriff kaputt oder die Rückleuchte war nass. Alles Sachen, die ich ihm, neben etwas Pflege, wieder repariert habe. Denn ansonsten war er ja zuverlässig. Ein problemloser Begleiter im Alltag. Ein Kumpel. Nein, ein Freund.

comp_comp_SAM_9223So war auch der Tag heute ein normaler, wie jeder andere. Ich wollte einkaufen fahren, einmal an der Elbe entlang bis zum nächsten Supermarkt. Das habe ich auch gemacht und mich auch gleich noch mit Abendbrot versorgt. Vollgefressen und mit guter Laune ging es dann auf den Rückweg. Ich fuhr aus einem Kreisverkehr heraus, schaute, ob ich tanken müsste und schaute nochmal hin. Und nochmal. Und nochmal genauer.

Motorkontrolleuchte brennt.

comp_comp_SAM_9227Sowas hatte ich noch nie. Abgesehen von zig platten Reifen und einem übergekochten Henkelmännchen hatte ich noch nichts. Ich sagte neulich noch, dass ich mir gar nicht vorstellen könnte, wie es ist ein unzuverlässiges Auto zu fahren, wo man nicht weiß, ob die Reise zu Ende gemacht werden kann. Ich schaute sofort nach der nächsten Möglichkeit anzuhalten, da fing mein Alltagselch mit Schluckauf an. Er nahm kein Gas mehr an und ruckelte nur noch. Ich stellte ihn dann ab.

Scheiße. Panne.

Ein Blick in das Bordbuch zeigte: „Störung an der Zündung oder Kraftstoffanlage“ oder so ähnlich. Ich dachte gleich an einen Marderbiss, denn die Tierchen krabbeln hier recht viele herum. Er fuhr noch, also fuhr und hüpfte ich mit 30 km/h nach Hause. So hatte ich mir das Ganze ja nicht vorgestellt.

comp_comp_SAM_9235Zu Hause habe ich dann gleich den ADAC angerufen. Dort bin ich seit einem Jahr Mitglied und habe es bisher noch nicht bereut. Einmal ließ eine kaputte Batterie meinen V40 stehen, auch da kam schnell ein Pannenhelfer und machte ihn wieder flott. Auch dieses Mal sagte mir die freundliche Dame am Telefon, dass der Mechaniker schnell da sein würde.

Warten.

comp_SAM_9221Warten. Im Internet habe ich gleich die Symptome gegoogelt und Schrauber gefragt. Marderbiss? Könnte sein. Aber auch etwas anderes. Ferndiagnosen sind schwer und im Internet gibt es auch viel Mist zu lesen. Innerlich sah ich mich schon bei der Bank Scheiben putzen und meine getragenen Socken als „Wertanlage mit unprominenten Vorbesitzer“ verkaufen. Was das wohl kostet? Was das wohl ist? Wird mein Alltagselch wieder gesund? Oder wird es der Start eines Werkstattmarathons?

So genau habe ich auch noch keine Antwort. Als der Pannenhelfer kam, war der Fehler weg. Einfach so. Weg. Ein Glück hatte ich Fotos gemacht, um nicht ganz doof zu sein. Der ADAC-Mann war aber ein wirklich sehr netter Mensch, der mir echt geholfen hat und mir Tipps gegeben hat.

Der Fehler ist weg. Könnte aber jederzeit wieder kommen. Irgendwie ein komisches Gefühl. Ich liebe das Auto, aber ich muss mich verlassen können. Ob ich das kann?

Morgen werde ich es sehen. Ich werde mich melden.

Über Watt'n Schrauber

Autoverrückt, restauriert einen Buckelvolvo mit wenig Budget, mag Fotografieren, Tanzen und ist manchmal wohl ein wenig durcheinander. Und mag Norddeutschland.
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