Oldtimerausfahrt mal ganz offen…

Oder: Die Oldtimerausfahrt des DDAC Heide am 24.05.2014

comp_comp_SAM_1026Reden und erleben wir mal so richtig Benzin im Blut.Wie in den letzten drei Jahren, hatten wir uns auch dieses Jahr wieder zur Oldtimerrallye in Heide angemeldet. Obwohl – dieses Jahr war es nicht wirklich eine Rallye. Es war mehr eine Auffahrt, man musste nämlich keine „Gleichmäßigkeitsprüfungen“ fahren. Was das ist? Dazu später mehr. Achja – man konnte auch keine Preise gewinnen. Aber das ist uns eh egal.

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Knack!

Die Teilnahme ist schon fast für eine Tradition. Genauso ist es für unser geliebtes Cabrio eine Tradition, am Tag vor der Rallye kaputt zu gehen. Ich bekomme es nicht mehr ganz zusammen, zwei Mal hatte auf jeden Fall die Lichtmaschine sich dazu entschieden, ihren Dienst zu verweigern. Und das Dritte war? Ich weiß es nicht mehr, auf jeden Fall etwas, was auch bald unsere Teilnahme gekostet hätte.
Dieses Jahr entschied sich Henkelmännchen dazu, den Schlüssel nicht mehr behalten zu wollen und ließ Papa ihn durchbrechen. Zum Glück war es nicht im Schloss, das wäre sonst eine Fummelei gewesen. Aber egal – Ersatzschlüssel (leider nicht ganz genau gefräst, deswegen bekommen wir die Heckklappe nicht auf…) vorhanden und los!

Dieses Jahr gab es keine „Fichtenhain-Rallye“, sondern eine „Fichtenhain-Ausfahrt“. Warum? Fragt mich nicht, ich habe es wohl vergessen. Aber egal, ob Ausfahrt oder Rallye – wir sind dabei!

Früh morgens klingelte der Wecker. Für mich ein wenig zu früh, weil ich am Freitagabend auf einem Geburtstag war. Aber natürlich bin ich da ein wenig früher gegangen, weil ich eben die Ausfahrt am Samstag im Hinterkopf hatte. Würde Henkelmännchen durchhalten? Oder müssten wir nachher seine Teile zusammensammeln?comp_comp_SAM_1023a
Auf dem Verkehrsübungsplatz des DDAC Ostrohe trafen sich die Altautofahrer mit ihren Altautos ein. Während mein Vater schon zum Frühstücken ging, holte ich die Startnummer mit Erklärung und einem Prospekt für eine andere Rallye ab. Auch wenn die Nummer 42 die Frage auf alle Antworten ist, hatten wir die Nummer 45 – gut, viel mehr als fünfzig Teilnehmer, denke ich mal, waren es wohl nicht. Ich habe es allerdings nicht gezählt.
Nachdem ich mir ein Brötchen mit baked Bacon (Ha! Alliteration und Anglizismen) reingepfiffen hatte, verkündete der Vorstand vom DDAC den Plan für die Tour und schickte uns zu unseren Autos. Und schon gab es das erste Problem. Wie machen wir die Startnummer fest? Ich war der Meinung, in der Werkzeugkiste im Kofferraum wären noch Kabelbinder. Also Kofferraum auf und – achnee. Kofferraum geht nicht auf. Schlüssel passt ja nicht ganz. Also bin ich durch die umgeklappte Rückbank unter zwei Klappstühlen zur Werkzeugkiste gerutscht. Ja, es war nicht so lustig, wie Leute rundherum es fanden und es sich nun anhört ;).
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Passt. Also – sieht kacke aus, hält aber.

Bei Henkelmännchen haben wir dann das Dach aufgeklappt („Was? Ihr fahrt offen? Mutig!“) und uns eingereiht. Hinter einem Zweitakter und da im Abstand von 10 Minuten immer nur fünf Autos gestartet wurden, hatten wir irgendwann das Gefühl, dass unsere Lungen von innen schon ganz blau sein müssten. Ein kleiner Tipp von mir. Bei Rängdängdängdäng – Fenster und Dach geschlossen halten, da kann man sogar ganz viel Durst von bekommen.

Irgendwann ging es dann weiter und wir fuhren durch kleine, matschige und hübsche comp_comp_SAM_1045Feldwege durch die verschiedensten Ortschaften. Irgendwann fuhren wir über die Eider und kamen zur nach ein paar weiteren Kilometern durch Feldwege und kleine und hübsche Ortschaften (und ich dachte, ich wohne schon in einem Kaff…) zur Badestelle Meggerdorf. Und ja – es wurde uns angeboten zu baden. Aber nein, es ging keiner. Es war vielleicht ein wenig frisch darin und keine wollte sich wohl mit nassen Haaren in das gepflegte Auto sitzen. Gut, bei Henkelmännchen hätte das wohl eh nichts gemacht. Der mag anscheinend von innen nass werden. Bei Regen tropft das Wasser durch die Dichtungen immer auf das linke Hosenbein des Fahrers.

comp_comp_SAM_1046Aus dem Pickup, den ihr hier auf dem Foto sehen könnt, dudelte übrigens Western-Musik – passt doch, oder? Die Pause dort war nicht zeitlich begrenzt, wie sonst immer. Man konnte anhalten und losfahren, wann man wollte. Wir orientierten uns an die Autos, die gleichzeitig mit uns ankamen. Der Opel Kapitän von 1939 und der K70 fuhren zur gleichen Zeit los, wie wir.

comp_comp_SAM_1052aSo fuhren wir wieder gemütlich durch kleine Ortschaften und Feldwege und Ortschaften und Feldwege. Eine Reiterin, die mir auf einem Pferd (Tja, wer hätte das gedacht?) ließ ich auf einem schmalen Feldweg vorbeilaufen und einen Polo konnte ich nur vorbeilassen, in dem ich einen Grashang hochfuhr. Und auch wieder runter ;-).

Nach ein paar Stunden kamen wir dann in „Klein-Venedig“ an. Friedrichsstadt. Hier wurden wir kurz von einem Moderator vorgestellt und durften uns dann einreihen. Anschließend sammelten wir Altautofahrer und es ging zu den Anlegern der Grachtenfahrtschiffe. Und dann?
comp_comp_SAM_1069Dann haben wir eine Grachtenfahrt gemacht. Wäret ihr dadrauf gekommen?

comp_comp_SAM_1107aAnschließend ging es auch wieder über kleine Ortschaften und größere, wie Tönning, zurück. Zwischendurch besuchten wir auch nochmal ein Motorradmuseum, das mich sehr fasziniert hat. Ein paar Roller und Kleinkrafträder würden mir auch gut passen.

Danach trafen wir uns alle zum Grillen wieder auf dem Verkehrsübungsplatz ein. Dort gab es lecker Essen und ich unterhielt mich prima mit den Insassen eine Goggos und dem Fahrer eines Käfers. Ich bekam viel Zuspruch, dass ich so etwas mitmache und dass die Jugend der Oldtimerei ja nun auch gesichert sei.
comp_comp_SAM_1121Und, was soll ich sagen? Nächstes Jahr trefft ihr uns wieder da. Dann vielleicht mit zwei Autos.

Über Watt'n Schrauber

Autoverrückt, restauriert einen Buckelvolvo mit wenig Budget, mag Fotografieren, Tanzen und ist manchmal wohl ein wenig durcheinander. Und mag Norddeutschland.
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