Für den Winter fit?

Ich möchte euch mal wieder etwas aus dem sparsamen Autoalltag zeigen.

comp_comp_SAM_9291Wieder so eine Sache, um die Lebensdauer zu verlängern. Winterfest machen!

comp_comp_SAM_4563Der Winter ist eigentlich ganz schön fies. Kälte, Glätte, Salz auf den Straßen. Alles so Faktoren, die ein Auto eigentlich nicht unbedingt haben mag. Geht uns Menschen ja aber auch so. Wir mögen nicht frieren, nicht ausrutschen und Salz macht den Flur der Wohnung dreckig. Schön ist was anderes. Salz macht aber noch mehr. Autos rostig. Links könnt ihr ein Bild von meinem Alltagselchen von vor einem Jahr sehen. Da war er ein wenig rostig untenrum. Nicht viel, aber wenn es erst einmal anfängt, dann kann das auch prima weiterrosten. Und das wollte ich nicht. Da habe ich vor einem Jahr mir Zeit genommen, den Unterboden entrostet, lackiert und alles mit Seilfett behandelt. Der letzte Winter hat meinem Auto da nichts mehr ausgemacht. Nun war es Zeit für eine Auffrischung der Konservierung. Dann mal los!

Ganz wichtig ist beim Konservieren mit Seilfett: Wie ein Gartenzwerg aussehen. Nein, nicht wirklich. Aber man sollte schon einen Overall und eine Mütze aufsetzen. Kommt das Zeug einmal auf die Kleidung oder in die Haare hilft in beiden Fälle nur noch die Schere. Kurzhaarfrisuren sind zwar in, aber ich brauche das nicht so.

comp_comp_SAM_9284aDeshalb habe ich auch den Alltagselchen auf eine Plane gefahren. Das Carport kennt ihr eigentlich nur mit Elsa drin, oder? Die ist aber gerade nicht da, also ist für den Alltagselchen platt gewesen. Um die Steine nicht noch mehr zu versauen (und um keine klebrigen Schuhe zu bekommen), kam die Plane drunter. Sicher ist sicher. Das ist hartnäckig.

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Meine Aufbockmethode ist natürlich nicht zum Nachahmen geeignet! Für sowas nutzt man tüvgeprüfte Böcke oder Auffahrrampen; am besten eine Hebebühne. Verstanden? Wagenheber alleine reicht auch nicht, das Auto sollte sicher stehen. Nicht so machen wie Lars, das ist böse ;-). Aufbocken ist aber schon relativ wichtig. Bei einem SUV oder Geländewagen mag es gehen, bei einem normalen PKW ist es aber schwer anders an den Unterboden zu kommen. Und das will man ja natürlich.

comp_comp_SAM_9292Ich habe eine Sonde zum Konservieren genutzt. Die funktioniert per Pressluft vom Kompressor. Mit 10 Bar habe ich das in einem Wasserbad erwärmte Seilfett in alle möglichen Hohlräume und typische Roststellen von Autos (viele Roststellen treten fast bei jedem Auto auf) gesprüht. Ein Nachteil dabei ist aber, dass das Auto ein paar Wochen nach Seilfett riecht. Mich stört es nicht, ein paar Mal tief einatmen und man riecht es dann eigentlich gar nicht mehr so stark ;-).

comp_comp_SAM_9295Beim Unterboden habe ich auch jede Falz und jeden Hohlraum mitgenommen. Mit der Sonde kann man einen schönen Film fabrizieren (was für ein Wort, hört sich total schlau an!). Hier habe ich aufgepasst, dass ich nicht an Teile komme, die heiß werden. Fett kann nämlich brennen, wie einige Leute auch schon in Küchen erfahren haben. Da ist Seilfett keine Ausnahme. Der Auspuff wäre also eher kein so guter Ort, um Seilfett aufzubringen. Nicht ganz ungefährlich.

comp_comp_SAM_9294Ähnlich verhält es sich beim Schweißen. Sollte doch mal etwas rosten (Seilfett ist ja kein Rostumwandler) und man will bruzzeln, sollte man das Seilfett vorher mit Bremsenreiniger oder ähnlichem entfernen. Deshalb sollte man beim Fetten auch bei den Bremsen aufpassen, dass die nichts abbekommen. Man möchte ja normal bremsen und nicht unbedingt mithilfe des Autos vor einem, oder? Ist etwas teuer und zusätzlich auch noch ungesund.

Und dann? Waschen, legen, föhnen, das Lederpflegen, Ölwechsel, Winterreifen raufziehen. Ich wäre dann so weit für den Herbst und den Winter. Seid ihr es auch?

comp_comp_SAM_6016a…ein bisschen Angst machen muss ja sein. Bald ist Weihnachten.

Über Watt'n Schrauber

Autoverrückt, restauriert einen Buckelvolvo mit wenig Budget, mag Fotografieren, Tanzen und ist manchmal wohl ein wenig durcheinander. Und mag Norddeutschland.
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0 Antworten zu Für den Winter fit?

  1. marcrudin sagt:

    Grüezi Lars

    Bei Deiner Aufbockmethode könnte man meinen, Du wohnst im selbstbewussten Freistaat im Süden der Republik 🙂
    Wieso studierst Du eigentlich? Mach ne Bude auf welche Autos konserviert, das wär mal was! 🙂

    Grüsse
    Marc

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