Dach övern Kopp – Teil 5: Klappe zu, Affe tot

Nach zwei Jahren kann ich euch endlich wieder ein Update zu meiner Traumgarage geben. Es ist nämlich endlich das passiert, wovon ich so lange geträumt habe. Toor! Toooor!

Entschuldigt mich bitte für einen kurzen Augenblick.

So, fertig. Sorry. Ich musste erst einmal die Uhr ein bisschen zurückdrehen. Es ist nämlich schon echt einige Tage her, dass ich euch das letzte Update über meine „Traumgarage“ gegeben habe. Es sogar schon so lange her, dass ich mich nicht mehr daran erinnern konnte. Wobei… das hat eigentlich nichts zu sagen. Wie dem auch sei. Falls ihr hier erst seit Kurzem mitlest, dann lasst mich kurz erklären, worum sich das hier alles dreht. Wenn ihr ein besseres Gedächtnis habt als ich, dann dürft ihr jetzt gerne zum nächsten Absatz springen. Im Jahr 2016 hatte ich ein echtes Luxusproblem, das aber bestimmt viele von euch kennen: Zu viele Autos und zu wenig Platz. Anstatt ein Auto zu verkaufen, suchte ich nach einer Halle – aber die Mieten waren alle viel zu teuer. Also entschieden wir uns dazu, eine große Garage zu bauen. Und so kam es dann auch.

In der ersten Story über dieses „Projekt“ ging es um die Planung. In der zweiten Geschichte um die Grundsteinlegung, die dritte Geschichte ließ alles wachsen – und in der vierten Geschichte gab es einige Rückschläge. Doof das. Heute geht es aber um keinen Rückschlag, sondern um einen ganz großen Schritt nach vorne. Die letzten 5 Jahre stand meine Garage nämlich offen in der Gegend herum – und eignete sich nicht wirklich dafür, einen Oldtimer dort hinein zu stellen oder um die anderen Pläne umzusetzen, die ich noch mit der Garage vorhabe. Einen Grund dafür könnt ihr in der vierten Geschichte nachlesen – und der andere Grund hieß einfach nur „Geld“ – schließlich mag so ein Tor auch bezahlt werden. Mein Vater, auf dessen Grundstück auch die Garage steht, wollte immer lieber ein (viel zu teures und hässliches) Rolltor in die Garage haben. Ich hatte mir aber meine eigenen Gedanken gemacht….

Lasst mich euch kurz einmal ein Bild malen.

Mein Plan war es immer, die Garage so aussehen zu lassen, als würde sie schon hundert Jahre an dem Ort stehen – okay, das ist mit den Pflastersteinen als Boden vielleicht nicht unbedingt so richtig umsetzbar, aber Kompromisse muss man ja immer machen. Den Kompromiss eines Rolltors wollte ich aus zwei Gründen nicht eingehen. Zum einen müsste ich die Hälfte bezahlen und mir waren die in der Größe einfach alle zu teuer – zum anderen finde ich die Dinger einfach hässlich. Also zeichnete ich mir selbst etwas. Auf der einen Seite ein Falttor, bestehend aus vier Elementen – und auf der anderen Seite ein Flügeltor. Und dazwischen ein Pfosten, der auch noch die Windlast etwas auffängt. Der Wind ist hier an der Küste nämlich nicht ganz unwichtig – und das Carport zeigt mit der Seite auch noch in Richtung Westen und die meiste Zeit steht der Wind dort drauf.

Das größere Problem war das Material. Zuerst dachte ich an komplette Holztore – doch mein Vater hatte bald den richtigen Einwand, dass es zu schwer werden würde – was wohl auch stimmt. Der zweite Einfall war dann ein verzinkter Metallrahmen, auf denen Holzbretter geschraubt werden würden. Und der dritte Einfall… äh… nee. Soweit geht das hier mit dem Denken nicht. Da die Tore echt hoch werden würden, ich ein eher kleiner Mensch bin und mein Vater aus gesundheitlichen Gründen keine große Hilfe sein würde, entschieden wir uns den Metallrahmen von einem Metallbauer anfertigen zu lassen – und das war auch wirklich kein Fehler. Wir mussten aufgrund der aktuellen Situation zwar knapp über ein halbes Jahr warten, doch als vor einigen Wochen die Metallrahmen ankamen, wussten wir – so gut hätten wir niemals arbeiten können. Gelernt ist eben gelernt. Das muss man auch einfach mal zugeben.

Gut Holz!

Eigentlich arbeite ich gerne mit Holz. Es ist abgesehen von der Sägespäne und dem Staub sauber, man bekommt keine öligen Finger und es riecht auch noch gut – Öle und Treibstoffe beim Auto finde ich ja tatsächlich eher eklig. Als erstes wurden gehobelte. Dachlatten an den Metallrahmen festgemacht – die wurden vor dem Verzinken schon mit Bohrungen versehen. Das alleine dauerte schon ein paar Stunde – und das lag eher nicht daran, dass die Latten von Hand gesägt wurden. Leiter rauf, Messen, Leiter runter – das dauert eben seine Zeit. Als die Dachlatten dann alle an ihrem Platz waren, kauften wir ein paar druckimprägnierte Profilbretter aus Fichte – damit ist auch die ganze Garage verkleidet. Das war ein ganz stumpfes „Auf Länge sägen“ und anschrauben. Trotzdem dauerte das auch fast zwei Tage – besonders die Feinarbeiten zum Schluss brauchten ihre Zeit. Aber wie heißt es so schön? Gut Ding will Weile haben. Und gut Tor auch.

Natürlich werde ich euch nicht verraten, welche Maßnahmen gegen Einbruch wir unternommen haben – das wäre ja auch selten dämlich. Auch auf den Bildern könnt ihr sie übrigens nicht erkenenn. Aber einen kleinen Blick in die Zukunft kann ich euch noch verraten. Das Tor soll nämlich auch noch ein paar hübsche Fenster bekommen, die Scharniere und der Balken über die Toröffnung sollen noch verkleidet werden – und dann geht es an den Innenausbau. Auch da habe ich noch so einige Sachen geplant. Aber alles zu seiner Zeit – erst einmal muss sich das Konto nun wieder ein bisschen erholen. Übrigens – das Tor hat nicht einmal ein Viertel von dem gekostet, was ein Sektional-Rolltor in der Größe hätte kosten sollen. Und es sieht einfach besser aus. Ich hatte ja tatsächlich schon kurz überlegt, in die Garage einzuziehen – aber ich glaube, ich lasse das lieber.

Dann wäre schließlich ja auch weniger Platz für Autos.

Geht ja gar nicht!

Über Watt'n Schrauber

Autoverrückt, restauriert einen Buckelvolvo mit wenig Budget, mag Fotografieren, Tanzen und ist manchmal wohl ein wenig durcheinander. Und mag Norddeutschland.
Dieser Beitrag wurde unter Dach övern Kopp abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

1 Antwort zu Dach övern Kopp – Teil 5: Klappe zu, Affe tot

  1. Stefan gr.Rebel sagt:

    Moin.
    Sehr schicke Schrauberscheune ist das jetzt. Und flächenmäßig meiner gleich ( 70 qm), deine ist schöner und hat das bessere Eingangstorkonzept, dafür ist meine gemauert und beheizt und mit Hebebühne.
    Gruß aus VEC
    Stefan

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.