Hotel “Zum Donauschifffahrtsamt”

Ich war wieder unterwegs, also ist es nun auch wieder Zeit für ein paar Reise-Geschichten.Während mich das Reisefieber schon lange gepackt hatte, wurde Hein so richtig zickig…

Irgendwie schmeckt die Zahnpasta anders.

Langsam schlurfe ich mit meinen Füßen über den Asphalt. Es ist noch früh, sogar viel zu früh. Noch nicht einmal die Natur ist richtig wach. Der Himmel hat gerade erst damit begonnen, das Schwarz der Nacht langsam in ein tiefdunkles Blaugrau zu wandeln. Die Wiesen um mich herum reagieren darauf mit vielen, kleinen Tautropfen, die dampfend als Nebel in den Himmel steigen. Am liebsten hätte ich mich ja noch einmal umgedreht, doch das wäre bestimmt keine gute Idee gewesen. Im Halbschlaf lehne ich mich gegen den kalten, feuchten Kotflügel. Die Nässe geht durch bis zur Haut, macht aber auch nicht wirklich wach. Ich schaue auf die Straße, in die diese Sackgasse münden würde, wäre nicht ein Absperrgitter davor. Ein Auto nach dem anderen braust im Sekundentakt vorbei. Es wird Zeit, dass ich wegkomme. Ich nehme mir einen Schluck Wasser aus meiner Flasche und spüle mir meinen Mund aus.

Ohne frischgeputzte Zähne kann ich weder einschlafen noch entspannt in den Tag starten. Hört sich komisch an, ist aber so. Ich packe meine Zahnbürste wieder in meinen Kulturbeutel und schließe den Kofferraum. Eigentlich hatte ich mir die erste Nacht meines kleinen Roadtrips ein wenig anders vorgestellt. Etwas wärmer, etwas komfortabler und vor allen Dingen etwas länger, aber man kann halt nicht immer alles haben. Ich schaue mich noch einmal um. Irgendwo in der Ferne höre ich ein paar Glocken läuten, die wahrscheinlich dort in dem Kirchturm wohnen, der hinter den Baumspitzen hervorschaut. Sechs Mal schlagen die Glocken. Normalerweise wäre ich um diese Uhrzeit schon lange unterwegs, doch im Urlaub – so dachte ich – könnte ich ja ein bisschen länger schlafen. Eigentlich hatte ich mich auf eine gemütliche Nacht in einem richtigen Bett gefreut, aber wie so vieles auf und vor der Reise, kam alles anders als geplant. Doch lasst mich von vorne anfangen.

Drehen wir die Uhr um genau ein Jahr zurück

12. August 2018. Ich stand irgendwo auf einem kleinen Aussichtsturm, inmitten des saftigen Grüns der südlichen Steiermark, als es auf einmal “klick” machte und ich es erst richtig realisierte: Ich hatte mir einen Kindheitstraum erfüllt. Schon als kleiner Junge träumte ich davon, mit einem alten Auto durch Europa zu reisen. Schuld daran war eindeutig mein Vater, der mich immer wieder gerne auf seinen Schoß nahm und mir Bilder von den Roadtrips zeigte, die er als junger Mann unternommen hatte. Im Februar 2018 kaufte ich mir dann endlich ein günstiges, altes Auto, nannte es Hein, bastelte ein halbes Jahr daran herum und fuhr dann in die Steiermark. 4112 Kilometer in sieben Tagen. Es war eines der schönsten Erlebnisse, die ich bisher hatte. Und wenn ihr diese Erlebnisse nachlesen wollt, könnt ihr es hier tun: “Klick” die Zweite.

Eigentlich wollte ich dieses Jahr einmal nach den Spuren meines Opas suchen, doch als Anja und Micky von Alltagsklassiker mich wieder zum Cruise’n’Grill einluden, konnte ich einfach nicht anders und sagte zu. Zu sehr hatte mir die Ausfahrt gefallen und die Menschen, die ich letztes Jahr dort kennenlernte und inzwischen Freunde nennen darf, wollte ich auch wiedersehen. Ursprünglich hatte ich geplant, mit meinem Alltagsauto “Harald” in Süden zu fahren – die Spritkosten für einen Golf Diesel sind einfach wesentlich geringer als für eine alte, schwere Limousine mit Ottomotor. Doch nach kurzer Überlegung entschied ich mich doch wieder dafür, mit Hein in den Süden zu reisen. Zum einen hatte ich die alte Limousine eigentlich nur fürs Reisen gekauft, zum anderen lief Hein ja auch doch erstaunlich sparsam und zuverlässig. Außerdem muss man sich auch einmal etwas gönnen. Doch kaum hatte ich mich mit Hein angekündigt, ging das Drama los…

Schöne Grüße an die Vorbesitzer!

Ich vertrete ja die Meinung, dass alte Autos nicht unbedingt unzuverlässiger sein müssen, nur, weil sie alt sind. Wenn Autos richtig behandelt und gepflegt werden, können sie praktisch ewig halten. Wenn das Gefährt dann aber doch plötzlich unzuverlässig wird, liegt es – so glaube ich – zu 90 Prozent an den Besitzern, die ihre Autos entweder nicht pflegen, nicht richtig behandeln oder Reparaturen nicht richtig ausführen (lassen). Billigteile, Nachlässigkeit und Gepfusche lässt selbst recht frische Autos stranden – davon berichten die Autodoktoren auf YouTube ja auch regelmäßig. Hein ist auch so ein Kandidat. Die sieben Vorbesitzer, die der Wagen in seinen fast 30 Jahren schon durch die Gegend bewegen durfte, haben es nicht immer so gut mit ihm gemeint. Das merkte ich drei Wochen vor dem Beginn meiner Reise. Als ich eines Morgens mit Hein in den Tag starten wollte und am Schlüssel drehte, passierte nichts. Gar nichts. Ich hätte kotzen können.

Zum Glück ist so ein Mercedes recht durchdacht aufgebaut. Dass es nicht an der Batterie lag, hatte ich recht schnell herausgefunden, also wollte ich einmal nach dem Zündschloss schauen. Um das Zündschloss zu tauschen oder um die Kabelverbindungen zu überprüfen, muss man die untere Verkleidung des Armaturenbretts abbauen. Dazu muss der Knopf vom Lichtschalter abgezogen werden. Schon hier fiel mir auf, dass ich nicht der erste Mensch war, der sich in die Tiefen des Armaturenbretts schraubte – der Knopf war an der Aufnahme nämlich total kaputt gebrochen. Aber nichts, was ein paar Tropfen Kleber nicht reparieren konnten. Viel mehr Aufwand war es übrigens auch nicht, das Zündschloss wieder zur Arbeit zu überreden. Irgendjemand hatte dort schon einmal an den Kabeln gespielt – und ein Kabel war einfach aus dem Stecker gerutscht. Easy fix. Im gleichen Zug erneuerte ich noch schnell die Armaturenbeleuchtung des Lichtschalters und der Mittelkonsole. Nun sollte nichts mehr kaputtgehen – dachte ich.

Und erst einmal schien es auch so.

Hein lief dann auch erst einmal problemlos. Meine Eltern nutzten ihn für unsere Ausfahrt “Watt’n Törn und auch im Alltag fuhren sie ihn ab und zu. Als ich eineinhalb Wochen vor unserer Ausfahrt Hein noch schnell einmal zum Tanken (großer Fehler!) fahren wollte, merkte ich, dass er irgendwie stotterte und auch keine richtige Leistung mehr hatte. Doof das. Mein Vertrauen in die alte, schwäbische Limousine, die (zu Unrecht?) so einen guten Ruf genieß, verschwand ein wenig. Doch dann dachte ich mir „Was kaputt ist, kann man auch reparieren!“ und schaute nach dem Fehler. Die Zündkerzen sahen trotz ihrer fast 20 000 Kilometer noch so gut aus, dass ich zu geizig war, etwas zu ändern. Auch Verteilerkappe und -Finger waren noch okay. Die Ursache für das Stottern war mehr oder weniger meine eigene Schuld: Den Spritfilter hätte ich mir nämlich schon lange einmal anschauen können.

Die silberne Dose, die praktisch vor dem rechten Hinterrad neben der Benzinpumpe sitzt, war nämlich noch die Erste. Während sich einige Originalfetischisten über die „Werksausrüstung“ gefreut hätten, freute sich Hein mit seinen 30 Jahren und 270 000 Kilometern nicht mehr so. Eigentlich ist der Kraftstofffilter relativ leicht zu wechseln. Man hebt das Auto auf einer Hebebühne, per Wagenheber oder mithilfe eines sehr starken Menschen an, schraubt eine Verkleidung weg, schraubt den Rahmen los, in dem Spritfilter und Kraftstoffpumpe wohnen und tauscht den Filter aus. Der ist nämlich auch einfach nur eingeschraubt. Wäre auch bestimmt so gegangen, wenn die Benzinpumpe meines Mercedes nicht anscheinend schon mal kaputt gewesen wäre und der letzte Schrauber die Schrauben des Rahmens nicht rundgedreht hätte. So baute ich gleich die komplette Fördereinheit aus. Natürlich musste ich dafür die Spritleitung vom Tank zur Pumpe lösen. Und natürlich rutschte die Gripzange vom Schlauch, die verhindern sollte, dass Benzin ausläuft. Und natürlich lag ich in dem Moment drunter.

Auf dem Trockenen sitzen.

Der halbe Tank lief aus, schätze ich. Trotz Duschen roch ich drei Tage nach Benzin und bat die Leute, in meiner Gegenwart lieber nicht zu rauchen… aber egal. Nicht ganz so egal war der nächste Defekt, den Hein sich gleich im Anschluss ausdachte. Irgendwie hatte die Tanknadel so richtig gute Laune und wackelte die ganze Zeit hin und her, als würde sie einen flotten Cha-Cha-Cha aufs Parkett legen. Das sah zwar lustig aus, war aber eher doof: Seit meiner letzten Graz-Reise zählte der Kilometerzähler nämlich nur noch bei Temperaturen unter 25 Grad mit. Inzwischen weiß ich, dass der Tankgeber recht schnell ausgebaut und nach einer kurzen Reinigung wieder normal laufen soll, doch ich entschied mich, den Kilometerzähler wieder fit zu machen. Ein Fehler. Es gibt zwar viele, gut bebilderte Anleitungen, die sich um das alte W124-Leiden kümmern, doch keine einzige geht auf die Pfuschereien möglicher Vorbesitzer ein…

Die erste Hürde war der Ausbau des Kombiinstruments, das eigentlich nur herausgezogen werden muss. „Eigentlich“ und „nur“ war hier aber nicht der Fall. Anscheinend hatte es sich verkantet und saß fest. Verdammt fest – und das lag nicht nur an meinen Streichholzarmen. Nach drei Stunden kräftigen Ziehens hatte ich es dann endlich raus. Die Tachowelle hatte ich zuvor schon am Getriebe abgeschraubt, um sie nicht zu knicken und die Stecker waren auch flott ab. Jetzt musste ich mich nur noch an eine der vielen Anleitungen halten und hatte das Zahnrad, das lose auf einer Welle drehte, auch schnell gefunden und fixiert. Erst beim Zusammenbau klappte dann gar nichts mehr. Weder Tachometer noch Kilometerzähler wollten funktionieren. Bestimmt vier Mal baute ich das Kombiinstrument wieder aus, auseinander und wieder ein – doch nichts half. Erst nach zwei Tagen kam ich auf die Idee zu schauen, wie die (mir komisch vorkommende) Tachowellenbefestigung am Getriebe eigentlich aussehen sollte…

Ich hätte am liebsten einen Vorschlaghammer genommen.

Doch dann fiel mir ein, dass Hein eigentlich nichts dafürkonnte. Ich habe keine Ahnung, ob der Wagen schon einmal eine neue Tachowelle bekommen hat, oder warum da überhaupt schon einmal jemand dabei war: Die Tachowelle unten am Getriebe wird eigentlich in die dazugehörige Öffnung gesteckt und dann praktisch festgeklemmt. Dieses Festklemmen funktioniert im Prinzip wie eine Schraubzwinge. Am Getriebe sind zwei “Laschen” angegossen, die durch eine Schraube zusammengezogen werden und dadurch die Tachowelle einklemmen. Normalerweise. Bei Hein hatte irgendjemand eine dieser Laschen abgebrochen – ein Wunder, dass die Tachowelle so lange noch so hielt. Ich versuchte alles Mögliche, sie zu fixieren, doch nichts klappte. Bis ich mich am Getriebehalter darunter festhielt, um mich unter dem Auto hervorzuziehen. All die Jahre lag das abgebrochene Stück dort im Dreck. Ich versuche es einfach festzuschrauben – und es funktionierte! Die Kilometer wurden wieder gezählt, die Geschwindigkeit wieder angezeigt. Hier fiel mir dann auch auf, dass ich das Zahnrad wohl in einer falschen Position befestigte. Hein zeigt bei der letzten Zahl jetzt immer den Zwischenraum zwischen den einzelnen Ziffern an. Das war – und ist – mir aber ganz egal.

Last but not least.

Drei Tage vor dem Reisebeginn schaute ich mit meinem Nachbarn noch einmal auf der Hebebühne nach dem Getriebeöl und nach dem Differential-Öl. Ich wollte nur wissen, ob noch überall genug Schmierstoff vorhanden sei – und ob Hein ansonsten von unten noch irgendwelche Probleme machen sollte. Hier fiel meinem Nachbarn dann auf, dass beide (Billig-)Spurstangen an der Vorderachse schon leichtes Spiel aufwiesen. Das kam etwas überraschend, weil ich es beim Fahren wohl dank der sowieso schon indirekten Lenkung nicht gemerkt hatte. Lange Rede, kurzer Sinn: Am nächsten Tag bauten wir neue Spurstangen ein. Und am Tag darauf – ein Tag vor der Abreise – bekam Hein noch schnell die Spur vermessen und eingestellt. Sicherheitshalber packte ich vor der Abreise fast mein ganzes Werkzeug in den Kofferraum. Nach den Aktionen hatte Hein mein Vertrauen ein bisschen verloren…

Doch an meinem ersten Reisetag performte der alte Schwabe dann doch (fast) problemlos. Als ich kurz vor Hannover im Stau stand, fand Hein es wohl toll, plötzlich nur noch eine Leerlaufdrehzahl von 500 U/min zu haben – doch da er noch normal fuhr, entschied ich mich dazu, das einfach zu ignorieren. Über 850 Kilometer schafften wir an meinem ersten Tag und durchkreuzten somit fast einmal die ganze Bundesrepublik. Bis spät in die Nacht waren wir unterwegs – so spät, dass kein Campingplatz mehr offen hatte und alle Raststätten von unzähligen LKW blockiert wurden. Irgendwann wurde ich so müde, dass ich mich in eine Sackgasse irgendwo im Nirgendwo stellte, ein paar Handtücher vor die Scheiben hing und todmüde auf dem Beifahrersitz einschlief…

Ich drehe am Zündschlüssel, der Motor startet.

Ich atme auf. Auch bei Hein scheint der Spaß am Reisen so langsam angekommen zu sein. Während ich das Navi aus dem Handschuhfach nehme, fahren die ersten Autos auf das Gelände des Donauschifffahrtsamtes, das in Sichtweite dieser kleinen Sackgasse liegt. Ich war selbst ganz überrascht an diesem Morgen, als ich nach dem Aufstehen plötzlich die Donau und das Amt entdeckte. Das hatte ich in der Dunkelheit nicht gesehen. Als ich den ersten Gang einlege, fahren gerade die nächsten Autos auf das Gelände des Schifffahrtsamtes. Ich bin froh, so früh aufgewacht und aufgestanden zu sein. Ein kleiner, matschig wirkender Typ, der in einem alten, rostigen Auto am Straßenrand pennt, wäre den Mitarbeitern bestimmt aufgefallen… Es ist halb sieben, als ich die Sackgasse verlasse. Ganz fit bin ich da zwar noch nicht, aber auf die Abenteuer, die der Tag so bringt, freue ich mich trotzdem.

Doch das wird eine andere Geschichte.

 

Über LarsDithmarschen

Autoverrückt, restauriert einen Buckelvolvo mit wenig Budget, mag Fotografieren, Tanzen und ist manchmal wohl ein wenig durcheinander. Und mag Norddeutschland.
Dieser Beitrag wurde unter Reisen wir mal wohin abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

7 Antworten zu Hotel “Zum Donauschifffahrtsamt”

  1. thorsten sagt:

    Hey Lars,

    Da trittst du bei mir offene Türen ein.
    Der alte Pfusch…
    ….hat wohl dafür gesorgt, das ich ein wenig gründlicher bin als andere.
    Kann ich Geschichten drüber erzählen, manche Dinge sind so krass, das man einfach nicht drauf kommt. Da hab ich schon so Einiges erlebt als älterer Altkarrenschrauber. Vergessene Domlagermutter war da eine der gefährlicheren, ebenso die abgefallene Überwurfmutter der Stoßdämpferpatrone oder die verloren Schwimmsattelschraube (O-Ton Vorbesitzer: Bremse erst letzte Woche gemacht…), die den Sattel auf der Scheibe rumfunken liess…..
    Da war die 911-Kupplung, die ich neulich getauscht hab, fast harmlos, aber dafür umso teurer: Irgendeine hochqualifizierte Werkstatt in Kalifornien hatte schlicht die falsche Kupplungsscheibe eingebaut. Deren zu weit überstehende Dämpfungsfedern haben erst die Schrauben der Schwungscheibe abgefräst und sich dann, endlich frei, auf den Weg durch den ganzen Kupplungskorb gemacht. Unter Freunden 1200,- nur Material…
    Das sind die Tage, an denen ich kotzen könnte, selbst wenn es nicht meine Autos sind.

    Erwähnte ich eigentlich schon, das ich tatsächlich einen neuen Daily hab? Der Caddy ist an einen Forumsmitglied aus FFM gegangen. Ich fahr jetzt Saab 9-5 Vector Kombi. Mit dem unsäglichen 3l-Diesel. Gabs quasi geschenkt…

    Viieeel zu komfortabel. Und schöner Schiffsdieselsound.

    • LarsDithmarschen sagt:

      Hey Thorsten,

      das ist ja ein Ding. Gerade heute fuhr ein 3-Liter Saab 9-5 Kombi vor mir und ich erinnerte mich an die Warnungen vieler Saab-Fahrer, auf gar keinen Fall diesen Diesel zu kaufen. Aber du sitzt mit Ersatzteilen ja praktisch an der Quelle. Vom Design her finde ich die Dinger immer noch echt schick. Ich fahre momentan mal wieder meinen V40 im Alltag, der steht sich sonst kaputt. Schon eine andere Liga als der Golf…

      Mit dem Pfusch kann ich dir nur recht geben. Wer es nicht kann, sollte es lassen. Wahrscheinlich sind meine Reparaturmethoden auch nicht mehr astrein – aber zumindest klebe ich keine abgerissenen Stehbolzen mit Karosseriedichtmasse fest. Kein Witz – das hatte ein Kumpel neulich bei einem Civic. Spannend, auf was für Ideen die Leute so kommen.

      Berichte ruhig mal, wie sich der Saab so schlägt. Ich wünsche dir auf jeden Fall allzeit gute Fahrt!

      Schöne Grüße
      Lars

      • thorsten sagt:

        Hey Lars,

        Soo schlimm ist er eigentlich nicht, wenn man weiss, das er nicht vollgasfest ist. Sieht der Aufgeklärte schon nach dem Öffnen der Motorhaube an der blöden Position des Turbos über dem Getriebe am Ende der Zylinderbänke. Vollgas braucht das Drehmomentwunder aber auch nicht, dann braucht man ewig neue Reifen vorn, weil die trotz ESP gern haltlos rubbeln.
        Der linke Zylinder der hinteren Bank wird dank des Turbos gern zu heiss und der Motorblock verzieht sich, die Laufbuchse senkt sich ab.
        Da meiner noch heile ist, fliegen erstmal die Motorabdeckungen unten und oben weg, dann gibts nicht soviel Stauwärme.
        Ausserdem teste ich gerade mal die höchstmögliche Reichweite mit schonender Landstrassenfahrweise, ich denke der ist bequem unter 6l zu bewegen, ohne dabei Verkehrshindernis zu sein. Damit werde ich den Motor kaum kaputtbekommen. Vielleicht das AGR…
        Ich pendele ja komplett über Landstrassen meine täglichen 65km.
        Ansonsten: Bequeme Sitze, schicker Becherhalter, Tempomat geht, angenehme Geräuschkulisse, sehr leise. Aber Subwoofer kaputt und Türkontaktschalter Fahrertür auch…
        An die Position des Zündschlosses und den eingelegten Rückwärtsgang zum Schlüssel abziehen muss man sich aber echt gewöhnen.

        Schaun wir mal.

        • LarsDithmarschen sagt:

          Hey Thorsten,
          wie ich sehe, hast du dich aber ja schon tiefgreifend mit dem Wagen befasst. Wer weiß, vielleicht werdet ihr ja tatsächlich dicke Freunde?

          Wie gesagt – ich habe mich damals lieber zurückgehalten. Wobei die 9-5 Kombis ja echt schick sind. Vielleicht besitze ich irgendwann mal einen Turbo-Benziner. Ich finde das Zündschloss in der Mitte ja eigentlich gar nicht so verkehrt. Was macht denn dein 940?

          Schöne Grüße
          Lars

          • thorsten sagt:

            Der 940 hat im Sommer mal wieder Tüv bekommen und macht eigentlich was er soll. Wenn ich ihn nicht grad mal wieder als Versuchsfahrzeug missbrauche, auf einige Luftmassenmesser hat er im August ziemlich bockig reagiert. Das hat aber auch Vorteile, er hat so einige Neuteile für lau bekommen und der Fundus wächst. Leider darf im nächsten Sommer nach eingehender Begutachtung auch der zweite Schweller mal neu, ansonsten ist er mittlerweile echt ordentlich beieinander.
            Wenn du einen 9-5 möchtest, dann bald. Billiger werden die nicht und die Teilesituation wird langsam schlecht, man sollte sich gleich 1-3 Teileträger in den Garten stellen. Scheinwerfer z.B.gibts neu nur noch die Glas-Streuscheiben der ersten zwei Baujahre….
            Turbobenziner ist keine schlechte Wahl, am Besten der 2,3 mit 170PS.

          • thorsten sagt:

            Der 940 hat im Sommer mal wieder Tüv bekommen und macht eigentlich was er soll. Wenn ich ihn nicht grad mal wieder als Versuchsfahrzeug missbrauche, auf einige Luftmassenmesser hat er im August ziemlich bockig reagiert. Das hat aber auch Vorteile, er hat so einige Neuteile für lau bekommen und der Fundus wächst. Leider darf im nächsten Sommer nach eingehender Begutachtung auch der zweite Schweller mal neu, ansonsten ist er mittlerweile echt ordentlich beieinander.
            Wenn du einen 9-5 möchtest, dann bald. Billiger werden die nicht und die Teilesituation wird langsam schlecht, man sollte sich gleich 1-3 Teileträger in den Garten stellen. Scheinwerfer z.B.gibts neu nur noch die Glas-Streuscheiben der ersten zwei Baujahre….
            Turbobenziner ist keine schlechte Wahl, am Besten der 2,3 mit 170PS.

            Der S70 darf übrigens auch ein wenig über sich ergehen lassen:

            http://www.skandix.de/de/dokumente/einbauhinweis/schliesszylinder-fahrertuer/3000507/

  2. Pingback: "Und wo ist hier das Dackelmuseum?" | Watt'n Schrauber.Watt'n Schrauber.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.